Musik zum Abschied: Lieder für eine Trauerfeier
Musik sagt in drei Minuten, was eine Rede nicht erreicht. Gut gewählt, macht sie aus einer Zeremonie ein Porträt.
Das einzige Kriterium, das zählt
Was hat dieser Mensch gehört? Das „angemessene“ Stück ist seines: das Lied, das er vor sich hin summte, die Schallplatte, die er abgespielt hat, bis sie knisterte, das Lied seiner Hochzeit. Eine Trauerfeier mit seiner Musik ist eine Trauerfeier, in der er selbst anwesend ist.
Klassische Stücke, die begleiten
- „Ave Maria“ (Schubert oder Gounod)
- Pachelbels „Kanon“
- Adagio von Albinoni
- „Air“ aus der Orchestersuite Nr. 3 von Bach
- „Der Mond ist aufgegangen“, das vielleicht innigste deutsche Abendlied
Häufige moderne Stücke
- „Hallelujah“ — Leonard Cohen
- „Tears in Heaven“ — Eric Clapton
- „My Way“ — Frank Sinatra
- „Time to Say Goodbye“ — Andrea Bocelli und Sarah Brightman
- „Somewhere Over the Rainbow“ — Version von Israel Kamakawiwoʻole
Wie man sie organisiert
- Wenige Stücke: Einzug, ein zentraler Moment und Abschied genügen.
- Bei kirchlichen Feiern vorher fragen: Manche Gemeinden beschränken nicht-liturgische Musik.
- Livemusik, wenn das Budget es erlaubt: Ein Cello oder eine Stimme verändern die Atmosphäre des Raums.
- Die Technik testen. Die klassische Lautsprecherpanne vermeidet man mit einer zweiminütigen Probe.
Nach der Zeremonie
Sein Lied kann weiterklingen: Ein Video mit seinem Lieblingsstück auf der Gedenkseite sorgt dafür, dass Besucher auch in Jahren sein Leben nicht nur lesen, sondern hören.
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