Papiere und Formalitäten nach einem Todesfall
Nach dem Abschied kommt eine zweite Aufgabe, über die wenig gesprochen wird: der Papierkram. Die Details unterscheiden sich von Land zu Land, aber die Grundstruktur ist fast überall sehr ähnlich.
Die Urkunden
- Ärztliche Todesbescheinigung, die ein Arzt unterschreibt.
- Eintragung beim Standesamt bzw. Personenstandsregister, die häufig das Bestattungsinstitut übernimmt.
- Mehrere Abschriften der Sterbeurkunde: Fordern Sie von Anfang an mehrere an — Banken, Versicherungen und Behörden werden sie verlangen.
Benachrichtigungen und Kündigungen
- Sozialversicherung bzw. Rentenstelle, um laufende Leistungen abzumelden und, falls zutreffend, Witwen- oder Waisenrente zu beantragen.
- Banken: Sie sperren die Konten, bis die Erbfolge nachgewiesen ist — informieren Sie sich, bevor Sie etwas bewegen.
- Lebens- und Sterbegeldversicherungen.
- Strom, Telefon, Abonnements — und auch die digitalen Konten (E-Mail, soziale Netzwerke).
Die Erbschaft
Üblicherweise braucht es: einen Nachweis über letztwillige Verfügungen oder Vergleichbares, das Testament, falls vorhanden, ein Vermögensverzeichnis und die Abwicklung der Erbschaftssteuern. Ein Notar oder Steuerberater erspart viele Fehler; die Fristen für die Steuererklärung sind in den meisten Ländern begrenzt.
Überlebenstipps
- Ein einziger Ordner (physisch oder digital) mit allem: Urkunden, Rechnungen, Belege.
- Aufteilen: ein Geschwisterteil übernimmt die Banken, ein anderes die Versicherungen.
- Keine Eile, wo keine nötig ist. Abgesehen von den steuerlichen Fristen kann fast alles einige Wochen warten. Der Papierkram sollte der Trauer nicht den Raum nehmen.
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